Donnerstag, 30. September 2010

Endlich geschafft! Endlich in Südafrika!

27. September 2010

Es ist 17:30 Uhr und schon dunkel. Nun sitze ich in einem Pickup und werde im Linksverkehr zu meinem neuen Zuhause nach Empangeni gefahren. Der Regen platscht gegen die Windschutzscheibe und wir haben „frische“ 20 °C. Ich erfahre, dass heute der bisher kälteste Tag im Jahr ist. Normalerweise sollen hier Temperaturen zwischen 35 und und 45 °C herrschen.
Ockerfarbende Hügel ziehen an mir vorbei. Sehr viel mehr kann ich erst einmal nicht erkennen. Ab und zu sieht man vereinzelte Personen an der Autobahn entlanglaufen und ich frage mich, ob sie vor Sonnenaufgang ankommen würden.
Ich sitze zwischen Timon H., dem anderen FSJler aus Deutschland, der schon einige Stunden vor mir am neuen internationalen Flughafen in Durban gelandet ist, und Wendy, der Leiterin von ikhaya likababa. Vorne sitzen Tomod und seine Frau Jenny, die mit ihren drei Kindern aus Norwegen angereist sind, um ebenfalls freiwillig beim Waisenheim zu arbeiten. Sie haben mich vom Flughafen aufgegabelt und mir somit eine lange Busreise erspart. Alle sind sehr nett und mir gleich sympathisch. Anders als befürchtet, verstehe ich das Englisch sehr gut und so kann ich während der noch 2 Stunden andauernden Fahrt nach Empangeni von meiner bisherigen Reise erzählen.

Die Reise begann mit der Fahrt zum Düsseldorfer Flughafen mit Familie, Freunden und meiner Freundin Anna vor genau 27 Stunden. Knapp 16 Stunden davon waren reine Flugzeit. Der Abschied fiel mir nicht leicht und schon jetzt beginne ich sie alle zu vermissen. Als ich mich dann nach dem Check-In in einem Airbus von Emirates wiederfand, wuchs die Vorfreude auf Afrika auf einmal. Doch bevor es nach Afrika ging, flog ich erst einmal nach Dubai. Der Service an Bord war super und ich bekam genug zu essen und zu trinken. Da machte es nichts aus, dass alle Ansagen auf Arabisch waren und wir von den unzähligen Klimaanlagen nahezu bis zum Nullpunkt heruntergekühlt wurden.In Dubai war es dagegen sehr schwül. Der Flughafen ist gigantisch groß und es scheint, als wären hier alle Nationen der Erde vereint. Ich nutzte meine Aufenthaltszeit, um durch die vielen Einkaufsmeilen zu stöbern. Am Horizont konnte ich den höchsten Turm der Welt erblicken.

Als es dann mit einem ebenso kalten Flugzeug weiterging, freute ich mich schon auf die tropischen Temperaturen in Afrika. Doch von wegen tropisch! Heute gibt sich das Wetter für uns Einwanderer so deutsch wie es nur kann.

Während wir die Autobahn entlangpreschen, merke ich, wie wenig Schlaf ich eigentlich hatte und döse vor mich hin. Wenig später werde ich plötzlich aus meinem Halbschlaf gerissen und mit den anderen Personen um mich herum durchgeschüttelt. Warum? Wir haben die geteerten Straßen verlassen und fahren nun die huckelige Auffahrt des ikhaya likababa Geländes hoch. Umgeben wird das Gelände von einem menschenfeindlichen Elektrozaun. Durch ein elektrisches Tor gelangen wir hinein.



Mehrere Gebäude stehen hier. In dem größeren schlafen bereits die Kinder. Wir beiden Timons schlafen im Volunteer-Haus. Recht einfach gebaut, doch es fehlt uns an nichts. Jeder hat ein Zweibettzimmer für sich und zusammen teilen wir uns ein Bad, ein Wohn- und Esszimmer, eine Küche, wo wir täglich unser Essen kochen werden und einen leeren Raum, dessen Nutzen wir uns noch nicht bewusst sind. Um das Haus herum stehen Palmen und man hat einen super Ausblick auf die Skyline von Empangeni.
Es gibt gute Nachrichten: Das Wasser aus der Leitung ist trinkbar! - Allerdings erst in einer Woche, wenn der Filter repariert wurde. Eine Woche ist in Afrika ein dehnbarer Begriff. Eine andere gute Nachricht: Die Morgendusche macht uns auf jeden Fall wach! - Es gibt nämlich nur kaltes Wasser. Und noch etwas: Die Geckos, die an den Innenwänden entlanghuschen beißen nicht, sondern wollen gerne unsere neuen Haustiere sein. Wenn wir aber eine schwarze Schlange sehen, sollen wir schnell wegrennen.
Uns wird auch gesagt, dass wir keine Angst vor Einbrechern haben brauchen. Es wäre schon sooo lange her, dass wer in unserem Häuschen eingebrochen wäre. Falls wir dennoch etwas Verdächtiges hören sollten, sollen wir einfach irgendein lautes Geräusch machen, damit unsere Nachbarn, die auch auf dem Gelände wohnen, zur Hilfe eilen können. Wir bräuchten uns also um nichts zu fürchten.

Morgen sollen wir um 8 Uhr zum Meeting erscheinen, wo uns mitgeteilt wird, wer wann wo welchen Arbeitsbereich zu übernehmen hat. Auch die Kinder sollen wir dann kennen lernen.
K.O. falle ich in mein gar nicht mal allzu unbequemes Bett und träume meinem ersten Arbeitstag entgegen.

Gute Nacht! Lalla Salamas!


Link zu meinen ersten Fotos (Reisetag 26./27. Sept. 2010):
http://picasaweb.google.com/115000138895194031892/Anreisetag?feat=directlink

Mittwoch, 1. September 2010

Wir gehen ins Ausland!


Vorbereitungsseminare

Ich komme nun von meinem ersten 10-tägigen Vorbereitungsseminar aus Bischofsheim a. d. Rhön wieder. Insgesamt waren wir 45 FSJler, die sich diesen Monat über aller Welt verstreuen werden. Ich konnte nun Kontakte knüpfen mit anderen Leuten, die nach Südafrika gehen und mit denen ich mich eventuell mal treffen werde.

Die Zeit war super, man konnte noch ein bisschen was lernen, aber das beste war eigentlich die Gemeinschaft und dass die top Verpflegung natürlich.

Am Samstag treffe ich alle wieder in Magdeburg, wieder für 10 Tage.

Bleibt gespannt!



Und wir gehen nach Südafrika!


Auf dem zweiten 10-tägigen Seminar in Magdeburg haben wir noch viel über kulturelle Unterschiede gelernt und wie wir damit umgehen sollen. Insgesamt waren wir 51 Teilnehmer, die in 22 verschiedene Länder gehen werden. Das meistvertretenste Land war erfreulicherweise Südafrika!



Dienstag, 10. August 2010

Spendenkonto und Kontaktdaten



Für die Arbeit bekomme ich kein Geld und für die Unterkunft, Flüge und alles was dazu gehört muss ich selber aufkommen. Ich bin daher auf Unterstützung von Freunden und Bekannten angewiesen. Wenn ihr mich unterstützen möchtet, könnt ihr dies tun über:

Globe Europe
Konto-Nr. 4 002 253
BLZ 520 604 10 Evang. Kreditgenossenschaft e.G.
Betreff: Spende Timon Köbele
Spendenquittung gibt es am Jahresende, bitte Anschrift in Überweisungsträger eintragen.

Wenn ihr aber keine Spendenquittung benötigt und/oder mich jetzt schon unterstützen wollt, dann könnt ihr auch auf mein privates Konto überweisen. In diesem Fall fragt mich nach meinen Kontodaten. Ich werde sie hier nicht mehr weiter veröffentlichen, nachdem ich eine Warnung von meiner Bank wegen dubiosen 1-Cent-Überweisungen erhalten habe.

Herzlichen Dank!

Über Post und E-Mails freue ich mich sehr. Es ist schön etwas aus der fernen Heimat zu hören.

Postanschrift:
Mr Timon Köbele
Perkins Estate, R102, Road 5, Felixton
P.O. Box 3884, Empangeni, 3880
KwaZulu Natal, South Africa
E-Mail: timon-in-suedafrika@hotmail.com




Hier habe ich meine Reiseroute grafisch dargestellt. Ich mach auf meiner Reise von Düsseldorf nach Durban einen "kleinen" Abstecher nach Dubai. Danach steht noch eine Busreise mit 180 km nach Empangeni an. Ich werde bestimmt 20 Stunden unterwegs sein.

Montag, 14. Juni 2010

Was macht Timon in Südafrika?

Liebe Freunde und Bekannte,

schon lange beschäftigt mich die Not und das Elend in Afrika. So beschloss ich, nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika durchzuführen.
Etwas aufgeregt, aber dennoch voller Zuversicht sehe ich dem Ausreisetermin am 26. September 2010 entgegen. Über die internationale Hilfsorganisation Globe Europe bin ich an dieses Projekt gelangt.

Warum berichte ich über dieses Projekt? Aus verschiedenen Gründen:

1. dieses Projekt ist es wert, bekannt gemacht zu werden, weil die Kinder Hilfe und
Zuwendung benötigen,
2. viele Menschen möchten gerne helfen, haben aber nicht die Möglichkeit, selber zu agieren,
3. um Euch um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die Hilfsorganisation benötigt ihre
finanziellen Mittel für den Aufbau und die Unterhaltung des Waisenhauses und kann mir
deshalb kein Gehalt bezahlen. Deshalb bin ich für jede Unterstützung sehr dankbar.

Für ein Jahr werde ich mit einem weiteren Volunteer aus Deutschland in dem Waisenheim iKhaya LikaBaba in Empangeni arbeiten. Empangeni ist eine kleine Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal, 160 km nördlich von Durban, nahe der Ostküste.

Dieses Projekt wird von einer Non-Profit Organisation durchgeführt, die sich durch Spenden finanziert. Es bietet Waisenkindern im Alter von 0 bis 3 Jahren ein vorübergehendes Zuhause, bevor sie eine Pflegefamilie finden oder adoptiert werden. Das Projekt sieht diese Kinder als liebenswürdigen Teil einer Familie an und versucht ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft zu ermöglichen. Ca. 10 Kinder werden derzeit beherbergt und es sollen noch mehr werden.

Meine Aufgaben werden sein: Kinder pflegen und betreuen, Bau- und Gartenarbeiten, Verwaltungsarbeiten, Durchführen von Veranstaltungen und das Projekt bekannt zu machen.

Nebenbei nutze ich die Gelegenheit, mein Englisch zu verbessern, sowie fremde Kulturen und Menschen einer anderen Mentalität kennen zu lernen. Dabei ist mir wichtig, den Menschen vor Ort zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns in Deutschland. Diese können ja nichts dafür, dass sie in einem armen Land geboren worden sind.

Ich lasse Euch gern ein kleines Stück an meiner Arbeit teilhaben, indem ich Fotos und Berichte ins Internet stelle.

Wer mich bei der Durchführung des Hilfsprojektes unterstützen möchte, kann dies durch einmalige oder regelmäßige Spenden tun. Auch über Post oder E-Mails würde ich mich sehr freuen.

Postanschrift:
iKhaya LikaBaba
Perkins Estate, R102, Road 5, Felixton
P.O. Box 3884, Empangeni, 3880
KwaZulu Natal,

South Africa

E-Mail: timon-in-suedafrika@hotmail.com

Sonntag, 25. April 2010

Nicht mehr lange...

Soooooooooo, hier entsteht mein Blog für Südafrika! Ich hoffe, ich komme bald dazu die Seite weiter aufzubauen, doch nun bin ich erst einmal mit meinem Abschluss meiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der XOX-Gebäck GmbH beschäftigt und danach... ja, da ist WM in Südafrika und dann bin ich natürlich auch sehr beschäftigt - Das ist dann schon mal ein kleiner Vorgeschmack für dieses exotische, multikulturelle Land. Übrigens, das erste Deutschlandspiel gegen Australien findet in Durban statt, in der Stadt, in die ich fliegen werde!
Also, bis später! Jetzt volle Konzentration auf Weltmeisterschaft!!