Montag, 31. Januar 2011

Wir haben Zuwachs

Gute Neuigkeiten: Wir haben neue Babys aufnehmen können. Letzte Woche erhielten wir das 9 Monate alte Baby Nomfanelo (w, auf dem Foto oben links) und eben gerade das 2 Jahre alte Baby Alwande (w), nächste Woche soll ein Junge dazu kommen. Wir freuen uns sehr darüber.

Am Wochenende haben wir mit einem Trupp von Freiwilligen das gesamte Heim von außen in hellgrau eingestrichen. Auch die Zaunsockel haben einen Anstrich verpasst bekommen. Im Gerätehaus bauen Ty und ich momentan einen verschließbaren Schrank für unser Werkzeug.




Mehr Fotos rund um iKhaya im Neujahr:
http://picasaweb.google.com/115000138895194031892/RundUmsHeimImNeujahr?feat=directlink

Montag, 24. Januar 2011

Auf in ein neues Jahr!

Was ist geschehen?

In Südafrika ist der Sommer ausgebrochen und die Kinder hatten ihre Sommerferien. Am letzten (Vor-)Schultag vor Weihnachten wurden die Kinder feierlich mit Zertifikaten ausgezeichnet. Auch Lieder, Gedichte und ein Weihnachtsstück wurden den Familien bzw. uns vorgetragen. Die Kinder freuten sich sehr und ich war auch froh. Nun brauchte ich erst einmal für eine Weile die Kinder nicht mehr von der Schule abzuholen und ihre, wegen ausgelaufener Trinkflaschen, nassen Rucksäcke zu trocknen. Andererseits mussten wir nun die Rolle der Schule übernehmen, und schon morgens auf sie aufpassen und sie beschäftigen. Nicht immer leicht, wenn man gerade den Flur mit Kleber eingestrichen hat, um den Boden mit Vinyl-Fliesen auszulegen. Die Kinder sind wirklich lieb und es hat viel Spaß gemacht mit ihnen ihre Ferien zu verbringen.

Zum Glück war der Spielplatz mit Rutsche, Klettergerüst, Schaukel und großem Sandkasten hinter dem Haus rechtzeitig fertig geworden, sodass sie sich auch selbst beschäftigen konnten. Auch der neue große Zaun, der neben einem neuen Alarmsystem mehr Sicherheit bietet, ist nun intakt.



Einmal mussten wir die Kinder für einen Tag ins Nachbarhaus evakuieren. Über Nacht gab es sehr starke Regenfälle. Das Wasser ist den Abhang hinunter geflossen, direkt zur ebenerdigen Haustür des Heims. Das matschige Wasser floss durch die Türritze und verteilte sich im Flur und in den ersten drei Räumen. Große Wischmop-Putzaktion war für uns Volunteere morgens in der Frühe angesagt.


Im Bekanntenkreis werden wir auch gerne gefragt, ob wir ihnen helfen können. So haben wir schon auf Wohnungen und Tiere aufgepasst, während die Besitzer im Urlaub waren, bei einem Umzug geholfen oder Leute zum Flughafen gebracht und wieder abgeholt.


Zeit für Ausflüge zum Strand, zu 4x4 Offroadtrips, zum Motorboot- und Kanufahren oder meiner Geburtstagsnachfeier bleibt am Wochenende.




Was soll geschehen?


Eine erfreuliche Nachricht für uns alle ist, dass wir in den nächsten Wochen wohl Zuwachs bekommen. Von zwei bis drei Babys. Da das Heim nun die staatliche Anerkennung hat, können uns jeden Moment neue Kinder zugeteilt werden.
Einige Buddelarbeiten rund ums Haus stehen an.


Südafrikanische Kuriositäten

Diese Dinge haben mich in Südafrika stutzig gemacht:


Südafrikanische Sonne: Obwohl es nahezu Hochsommer ist, ist es schon um 19 Uhr finstere Nacht. Es wird hier sehr plötzlich dunkel. Als ob die Sonne einfach runterfällt. Mittags steht die Sonne übrigens im Norden. Letzten Sommer war es hier bis zu 47 Grad heiß!
Sich wehrende Geldautomaten:
Es gibt in Südafrika Geldautomaten, die bei einem unerlaubten Eingriff Pfefferspray versprühen. Gelegentliches Opfer: Das Wartungspersonal.
Lebende Parkuhren:
In Südafrika gibt es keine Parkuhren. Den Job übernehmen Menschen, die häufig singend und tanzend den Autofahrer in die Parklücke lotsen. Gegen ein paar Rand wird das Auto bewacht.
Schlafende Polizisten:
So werden hier die vielen Buckel auf den Straßen genannt, die ein zu schnelles Autofahren nicht ermöglichen sollen. Total ätzend!
Pünktlichkeit:
Zu einem Geschäftstermin erscheint ein Südafrikaner überpünktlich und erwartet das ebenso vom anderen. Zu einem privaten Termin, wie zum Braai, kann er sich allerdings um mehrere Stunden verspäten.
Tankeschön!:
An jeder Zapfsäule steht ein Tankwart. Mit allen Künsten versuchen sie die Kunden an die Säule zu locken. Dann wird schnell nach dem Ölstand geschaut oder die Scheiben gereinigt. Der Service ist kostenlos.
Preiswert:
Ein Liter Benzin kostet umgerechnet etwa 80 Cent.
Handschlag:
Die Südafrikaner sind fast alle sehr sportlich. Einem Gast tritt man gerne mit einem festen Händedruck gegenüber. Manche neigen jedoch zu Übertreibungen. Frauen verzichten daher gerne aufs Händeschütteln und nicken stattdessen.
Lange Wochenenden:
Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Sonntag, so wird er am nächsten Werktag (Montag), nachgeholt. Find ich gut.
Überlängen:
Der längste Regenwurm wurde in Südafrika entdeckt und wurde auf 6,7 m gemessen.
Lekker!:
In Südafrika ist alles „lekker“. Nicht nur das Essen, auch Menschen und Feste können lekker sein (zu Deutsch: lecker, super).

Toilettenschilder (zweisprachig):