Montag, 6. Juni 2011

Eimer, Spaten, Schubkarren

Baueinsatz in Ingwavuma

Mit einer Gruppe von etwa 35 Freiwilligen und einem Anhänger, mit drei Betonmischern, Schubkarren, Eimern, Spaten und Schaufeln, sind wir in das abgelegene Bergdorf Ingwavuma gefahren. Das Ziel war, dort einer Gemeinde zu helfen, ein Kirchengebäude zu errichten.

Nachdem die nötigen Vorarbeiten erledigt waren, wurden wir am dritten Tag der größten Herausforderung gestellt, der Fundamentverlegung. Jede Menge Beton musste gemischt werden. Alle packten mit an. Die Baustelle war voll von Menschen, – Externe als auch Einheimische – die wie Ameisen zielstrebend ihre Aufgaben erledigten. Sand, Steine, Wasser und Zement wurden von verschiedenen Teams zu den Mischern geschafft. Schubkarre für Schubkarre wurde mit Beton gefüllt und dann unter dem Kirchendach ausgeschüttet. Die Gemeinschaft mit all den unterschiedlichen Leuten war spitze!

Am nächsten Tag, als das Fundament getrocknet war, fand der erste Gottesdienst darauf statt. Die Leute zeigten uns große Dankbarkeit. Viele Lieder wurden zur Ehre Gottes gesungen. Siyabonga (Danke) war eins der Worte, das häufig darin vorzufinden war.

Was sich bei iKhaya tut

Mit den vier jüngeren iKhaya-Kids waren wir zum picknicken am Strand von Richards Bay. Bisher haben sie noch nicht viel von ihrer Welt gesehen. Eher irritiert als begeistert waren sie am Anfang, als sie im Sande stehend auf das große Wasser starrten. Doch nach einer Weile der Angewöhnung fingen sie fröhlich an, einen Sandkuchen nach dem anderen zu backen. Ins Wasser wollten sie dann auch noch alle.

Seitdem bei uns im Gemüsegarten alles sprießt und gedeiht, kommt immer wieder ein Affenrudel vorbei um sich ein kurzes Frühstück von unserem Mais zu gönnen. Über diese Gäste sind wir nicht gerade sehr erfreut. Seitdem mir einmal Kekse von Affen geklaut wurden, sind sie mir nicht mehr sympatisch. Aus diesem Grund bauen wir Volunteere einen Zaun um den Gemüsegarten. Doch das reicht nicht, um einen Affen aufzuhalten. Oben drauf, außerhalb der Reichweite der Kinder, wird eine Leitung verlaufen, die mit dem elektrischen Außenzaun verbunden ist.

Es ist immer schwer Abschied zu nehmen. In den letzten Tagen mussten wir dies mehrmals tun. „Goodbye“ mussten wir zu Volunteeren aus England und Norwegen sagen, die für uns über lange Zeit zur Familie und guten Freunden geworden sind. Vor ihrem Abflug luden die Norweger Freunde und Bekannte zum Garagenverkauf und zum Braai ein. Den gesamten Erlös aus der Haushaltsauflösung spendeten sie iKhaya. Sie waren ein sehr großer Segen für uns und allen von iKhaya. Wir werden sie sehr vermissen!

Live beim größten Marathon

In Südafrika findet jährlich der größte Marathon der Welt statt - der Ultramarathon Comrades.Auf einer Strecke von 86 km zwischen Durban und Pietermaritzburg schwitzen 16.000 Läufer aus aller Welt, während sie sich die Berge hinaufquälen. Ein riesengroßes Spektakel! Ich war mit ein paar Freunden zum Anfeuern da. Zwei Freunde – Molefe und John – sind ebenfalls mitgerannt. Nach etwa 11 Stunden haben sie es über die Ziellinie geschafft. Wir sind alle sehr stolz auf die beiden. Trotz der extremen sportlichen Herausforderung, gibt es immer wieder Leute, die für das Rennen in lustige Kostüme gezwängt haben. Ich weiß nicht, wie man das bei der Mittagshitze überlebt! Der diesjährige Rekord liegt übrigens bei 5 h 32 min!

Fotos aus dem Mai:
https://picasaweb.google.com/115000138895194031892/MaiKirchenbauUndMehr?feat=directlink

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