Mehr Fotos rund um iKhaya im Neujahr:
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In Südafrika ist der Sommer ausgebrochen und die Kinder hatten ihre Sommerferien. Am letzten (Vor-)Schultag vor Weihnachten wurden die Kinder feierlich mit Zertifikaten ausgezeichnet. Auch Lieder, Gedichte und ein Weihnachtsstück wurden den Familien bzw. uns vorgetragen. Die Kinder freuten sich sehr und ich war auch froh. Nun brauchte ich erst einmal für eine Weile die Kinder nicht mehr von der Schule abzuholen und ihre, wegen ausgelaufener Trinkflaschen, nassen Rucksäcke zu trocknen. Andererseits mussten wir nun die Rolle der Schule übernehmen, und schon morgens auf sie aufpassen und sie beschäftigen. Nicht immer leicht, wenn man gerade den Flur mit Kleber eingestrichen hat, um den Boden mit Vinyl-Fliesen auszulegen. Die Kinder sind wirklich lieb und es hat viel Spaß gemacht mit ihnen ihre Ferien zu verbringen.
Zum Glück war der Spielplatz mit Rutsche, Klettergerüst, Schaukel und großem Sandkasten hinter dem Haus rechtzeitig fertig geworden, sodass sie sich auch selbst beschäftigen konnten. Auch der neue große Zaun, der neben einem neuen Alarmsystem mehr Sicherheit bietet, ist nun intakt.
Diese Dinge haben mich in Südafrika stutzig gemacht:
Toilettenschilder (zweisprachig):
Am 11. und 12 Dezember gab es eine große Weihnachtsparty für 2200 Waisen und Betreuer. Wir Volunteere Ty, Lynn, Anne und ich erklärten uns bereit, bei diesem Event mitzuhelfen. Das Projekt nennt sich Izulu Orphan Party (IOP), das aus einem Team von Freiwilligen besteht, die für die Weihnachtszeit sämtliche Sachspenden von unterschiedlichen Unternehmen sammeln, um sie dann den vielen familienlosen Kindern in der Region zu verteilen.
Schon morgens bildete sich eine lange Schlange vor der dem Eingang des Farmgeländes. Hier erhielten die einzelnen Gruppen Nummern, um sie dann gegen Geschenke umzutauschen.
Wir Volunteere ordneten die Geschenke nach Alter, während die Menschenmassen aufs Gelände strömten. Hunderte Fußbälle wurden aufgepumpt, Hotdogs gemacht, Kartons für die Hotdogs gefaltet und vieles mehr.
Die Kinder versammelten sich unter einem großen Dach. Eine kleine Afrikanerin schmetterte einen Zulu-Song nach dem anderen ins Mikrofon und alle sangen und tanzten mit. Wir Volunteere standen vorne vor der Menge und machten die Bewegungen zu den Liedern vor, ähem, eigentlich machten wir die Bewegungen der anderen nach, denn wir kannten keines der Lieder. ;-)
Nachdem wir uns bei 30 Grad warm getanzt hatten, wurden die einzelnen Gruppen aufgerufen. Ich habe dann einige Gruppen zu den Geschenkstationen geführt und habe aufgepasst, dass jeder etwas bekommt. Die Kinder freuten sich riesig über Spielzeug, Schulsachen, Essen und ein Eis. Am zweiten Tag war wieder der gleiche Ablauf, nur mit anderen Gruppen und mit mehr Aufräumen hinterher.
Es war einfach herrlich, so viele strahlende Gesichter! Erst an diesem Wochenende hat mich endlich die weihnachtliche Stimmung eingeholt.
Am 17. Dezember ist ein Artikel in der lokalen Zeitung „Zululand Observer“ über das Fest erschienen. Auch ein Foto von mir ist dabei. Schaut selbst.
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten!
Fotos zur großen Bescherung:
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Unser Heim ikhaya likababa hat einen Lagerraum, in dem Sachspenden gesammelt werden, die wir von freundlichen Spendern erhalten, die wir allerdings selber nicht benötigen. Grund dafür ist, dass wir nicht für jedes der hundert Kindergeschirrsets ein Kind haben und schon gar nicht für all die Hosen und T-Shirts. Die beste Idee war also, es an die weiterzuschenken, die es wirklich gebrauchen konnten: Mütter gewordene Frauen im Krankenhaus und Mitarbeiter eines neuen Waisenheims im Township (Armenviertel) nicht weit von uns entfernt. Also wurde alles in gleichgroße Päckchen abgepackt.
Mit einer kleinen Gruppe aus internationalen Volunteeren und Einheimischen ging es mit zwei voll gepackten Autos daraufhin zum Krankenhaus. Wir gingen von Zimmer und Zimmer, um die Päckchen zu verteilen und mit den Müttern kurz ins Gespräch zu kommen. Moses, der 9 Sprachen sprechen und verstehen kann, übersetzte für uns. Die Sprache, die die Schwarzen hier in der Region überwiegend sprechen, ist Zulu. Die Weißen sprechen zum größten Teil Afrikaans, eine Sprache, die vom Niederländischen abstammt. In der Regel sprechen die meisten Englisch als zweite Sprache. Die Mütter haben sich sehr über ihre Geschenke gefreut.
An einem anderen Tag waren wir mit unseren Sachspenden im Township. In dem Teil, den ich bisher von der Stadt kannte, wohnen die Leute hinter sicheren Mauern in schönen Häusern, doch hier leben die Menschen in aus Überresten zusammengeflickten Hütten und Rundhäusern. Der Kontrast zwischen Arm und Reich ist in Südafrika gewaltig. Es war interessant zu sehen, was man alles aus Schrott bauen kann. Z. B. bestand eine Vorgartenmauer komplett aus ganz defekten Druckern und Faxgeräten, die halb in der Erde eingelassen waren. Als Blumenkübel dienten Autoreifen. Die Menschen waren sehr freundlich zu uns und wir wurden in eine Hütte eingeladen. Innen drin kochte gerade ein zwölfjähriges Mädchen für die Familie. Die Kinder waren sehr neugierig und folgten uns auf Schritt und Tritt. Das Waisenheim hatte so gut wie kein Spielzeug, sodass hier unsere Säcke und Päckchen wieder in gute Hände gehen konnten.
Fotos zum Eniwe Township:

